Geschichten gesucht

Der Bürgerverein sucht zu seinem Jubiläum Berichte, Anekdoten und Erinnerungen aus

125 Jahren Geschichte in Hochbarmen.

Erinnern Sie sich noch an einen Besuch im Sportstadion? Sie kennen noch die Bauernhöfe auf den Höhen? Ihnen ist noch in Erinnerung, wie das Leben nach dem Krieg 1945 aussah, oder der Verkehr mit Straßenbahn, Fahrrad und Auto bewerkstelligt wurde? 

 

Haben Sie noch Foto's? Vielleicht aus den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts?

 

Wer jetzt sagt, daran kann ich mich noch gut erinnern, oder andere interessante Ereignisse zum Leben in Hochbarmen, Barmer Wald und Toelleturm zu berichten hat, kann bei den Bürgervereinsgeschichten mitmachen. In drei Arbeitsgruppen soll ab Januar 2021 an die Vereins- und Lebensgeschichte in Hochbarmen erinnert werden:

 

• Böhle/Böhler Weg 

• Lichtenplatz 

• Toelleturmviertel

Der Bürgerverein Hochbarmen sucht Erinnerungen von alten und neuen Bewohner- und Besucher*innen im Stadtbezirk, die in Buch-, Interview-, Video- oder Theaterform lebendig und erlebbar gemacht werden können.

 

Historische Personen der Hochbarmer Geschichte können in einer "Zeitschleife" aus ihrem Leben berichten.

 

Der neugewählte Vereinsvorstand in Hochbarmen möchte Beiträge sammeln, um sie zum Vereinsjubiläum der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Das gesammelte Material wird bearbeitet und professionell aufgezeichnet. Die fertigen Audiobeiträge werden zum Jubiläum an verschiedenen Standorten in Hochbarmen digital abrufbar sein.

 

Das Projekt soll von Unternehmen, Organisationen, Politik-/ Bezirksverwaltung und der engagierten Bürgerschaft unterstützt und gefördert werden. 


Wer bei dem Projekt mitmachen möchte, meldet sich bitte beim Bürgerverein Hochbarmen/Erinnerungskultur Geschäftsstelle 0202 74 92 850 

oder per eMail:  info@buergerverein-hochbarmen.de


Ludwig von Armansperg -Der Graf mit großem Herz für die kleinen Leute

 

Er war der Gründungsvorsitzendes des Bürgervereins Hochbarmen, Interessenvertreter der Hochbarmer Bürgerinnen und Bürger, und Chef bei Vorwerk – Ludwig Graf von Armansperg prägte die 50er-, 60er- und 70er-Jahre in Hochbarmen entscheidend mit. Eine Spurensuche.

 

Ludwig (Maximilian Heinrich) Graf von Armansperg wurde am 30. März 1914 geboren und starb am 18. Oktober 2007. Er war mit Ruth Vorwerk, der Tochter von Wilhelm Vorwerk verheiratet. Ruth lebte vom 16. Februar 1922 und starb am 26. Dezember 2010. Der Traueranzeige ist zu entnehmen, dass die Familie in Uffi ng am Staff elsee gewohnt hat. Begraben sind beide im Familiengrab auf dem Waldfriedhof an der Fürstenrieder Straße 288 in München. Sie hinterließen Tochter Ulrike, Gräfi n von Armansperg und Franz Graf von Armansperg. Ludwig Graf von Armansperg übernahm nach dem Tod von Wilhelm Vorwerk (1889-1967) die Leitung der Firma Vorwerk & Sohn. Die Namen von Bethmann und von Armansperg spielen der Geschichte Hochbarmens nur in Verbindung mit der Familie Vorwerk eine Rolle, weil Töchter der Vorwerks in diese Geschlechter eingeheira-Die Villa Armansperg, Residenz des Gründungsvorsitzenden des Bürgervereins Hochbarmen, Ludwig Graf von Armansperg. tet haben. Seit dem Tod von Max Jörg Vorwerk wohnt nur noch dessen Witwe Vorwerk in Wuppertal. Der Name Graf von Armansperg ist untrennbar mit dem Bürgerverein Hochbarmen verbunden.

 

 

In der Gründungsversammlung des 1933 durch nationalsozialistische Gleichschaltung (NS-Diktatur) aller Bürgervereine aufgelösten Bezirksvereins Hochbarmen am 24. März 1954 wurde Ludwig Graf von Armannsperg, Geschäftsführer bei Vorwerk & Sohn, zum 1. Vorsitzenden gewählt.

 

Zum Hintergrund: Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 konnte in der Bundesrepublik Deutschland neues Vereinsleben entstehen. Anlass der Gründung und für Graf von Armansperg persönlicher Antrieb war eine starke Interessenvertretung für Bürgerinnen und Bürger in Hochbarmen, beispielsweise bei Verkehrsverbindungen, weil die Stadt Wuppertal die Barmer Bergbahn und die durch Hochbarmen fahrenden Straßenbahnen stilllegen wollte. Vorwerk & Sohn wird als größter Arbeitgeber auf der Schiene mit Kohle für die Energiegewinnung versorgt. Weitere Anliegen für den sozial denkenden Grafen: Wohnraumbeschaff ung gegen Wohnungsnot, Wiederherstellung von Wegen und Straßen, Einrichtung einer Poststelle, Unterstützung von bedürftigen Bewohnern, die bis Ende der 1950er Jahre erfolgte. Nach über 25 Jahren als Vorsitzender verabschiedete sich Gründungsmitglied Ludwig Graf von Armansperg 1979 aus dem Bürgerverein Hochbarmen. Von 1957 bis 1989 war er außerdem Vorsitzender im Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal. Nachfolger wurde Wilfried Pieper. Der Bürgerverein Hochbarmen möchte dieser prägenden Persönlichkeit im Sinne einer Bewahrung der Erinnerung an die Verdienste von Ludwig Graf von Armansperg in Abstimmung mit dem Barmer Verschönerungsverein einen Weg im Barmer Wald, zwischen Bredthöhe (mit Wilhelm-Vorwerk-Anlage) und Werthstein (Moltkehain) benennen und dazu eine Infotafel stiften. Es ist eine neue Patenschaft gewünscht.